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Fuller Answering Questions

Wer seid ihr und wie definiert ihr euch?

Buckminster NEUE ZEIT ist ein Kombinat freischwingender Akteure. Wir verrichten Auftragsarbeiten und freie Arbeiten. Dies mit einem hohen Maß an Verlässlichkeit, Engagement, Kreativität und feinem Gespür. Unsere Projekte durchlaufen klassische Stufen und Etappen linearer Planung, Organisation und Projektabwicklung. Wie auf hoher See kommt es trotz aller Weisheit und Weitsicht zu Turbulenzen oder unvorhergesehenen Bedingungen, auf die wir mit Können, Charme und Improvisation antworten. Unsere persönliche Handschrift wird in Zwischenräume eingewoben, dadurch erzielen wir originäre Werke, Individualität und Unverwechselbares. Etwas, das gemeinsam begonnen wurde, bringen wir konzentriert, selbstreflektiert und mit der Liebe zur Mission zum Abschluss.

Wie möchtet ihr nicht genannt werden?

Agentur.

Was bereitet euch Schmerzen?

Dummheit,
schlechter Geschmack,
und atonale Musik.

Die ersten beiden Attribute sind sehr mit uns in Resonanz gegangen, als wir sie gelesen haben. Als hätte jemand Gedanken niedergeschrieben, die vorher für uns noch unbewusst waren. Atonale Musik, nun, die durften wir halbfreiwillig selbst erfahren. Das Ereignis fand 2020 in der Staatsoper Berlin statt, wir gingen als Gast dorthin. Nach den ersten Minuten Programm gab es für die hochsensiblen Charaktere zwei Optionen: Den Saal verlassen oder zwangseinschlafen. Sichtlich bemüht und etwas beschämt entschieden wir uns damals für Letzteres (und würden es zum Schutz der Seele wieder so entscheiden).

Seid ihr angreifbar?

Bestimmt. Key Charaktere von uns reden und schreiben wie der Schnabel ihnen gewachsen ist. Wir sprechen aus, was andere heimlich denken. In zahlreichen Breitengraden gelten wir deswegen als unbeliebt.

Wer oder was sind Daueraufreger für euch?

Die Persönliche Meinung unserer Unternehmensleitung: “Aufreger ist möglicherweise das falsche Wort. Wenn es aber um die Energie dahinter geht, bildet nahezu die gesamte Veranstaltungsbranche auf Organisatorenseite inklusive ihrer Entourage diese Irritation, wie ich sie nenne. Die Arroganz der Branche hat seit dem Beginn der Corona-Pandemie eine bedauerliche Dimension angenommen. Initiativen wie “Jetzt-Sonst.de” starteten Forderungskampagnen auf Internetseiten und anderen Medien. Im frühen Stadium waren merkwürdige Abbildungen deutscher Spitzenpolitiker mittels Bildsprache und der Fokussierung auf bestimmte körperliche Merkmale zu sehen (z.B. bei Peter Altmaier). Allein das Wort Forderung fand ich damals dreist und frech. Der rote Faden an Überheblichkeit zog und zieht sich fort. Die Initiative “AlarmstufeRot” beispielsweise inszeniert sich mit den Worten: “Wir sind das Bündnis der einflussreichsten Initiativen und Verbände der deutschen Veranstaltungswirtschaft.” Als sei das nicht bereits genug, heißt es im Bereich des Footers auf der Website: “Diese Internetseite wurde von den einflussreichsten Initiativen der Veranstaltungswirtschaft initiiert und gestiftet.” Am Ende des Tages kochen aber doch alle nur mit Wasser. Im negativen Sinne den Vogel abgeschossen hat das T.R.Ü.F.F.E.L. Institut, also das Research Institute for Exhibition and Live-Communication, selbstverständlich vom FAMAB Kommunikationsverband, jetzt (fwd) Bundesvereinigung Veranstaltungswirtschaft, und (Achtung), ein Vertreter der Branche für Integrated Brand Experiences. Nach jahrelanger Pseudoforschung und Selbstbeschäftigung sah sich das T.R.Ü.F.F.E.L. Institut zur Blütezeit der Pandemie plötzlich veranlasst, Handlungsempfehlungen für die Eventbranche über den Umgang mit der Pandemie abzugeben und zu veröffentlichen. Agenturen sprangen auf diesen Zug, der nicht im entferntesten auf die Bedürfnisse und Gefahren der Pandemie abgestimmt war, auf, und legitimierten sich mit einer Art Gütesiegel quasi selbst zur Durchführung von Events. Diese Gangart wurde von den zuständigen Behörden zügig unterbunden, weswegen auch zeitlich taktlos platzierte Back-To-Live Versuche der Branche wieder abgesagt werden mussten. Um es mit dem Titel einer Reportage auszudrücken: Selbstverliebt, machthungrig, kaltherzig.”

Ein furchtbares Wort?

Zufall.

Und stattdessen?

Koinzidenz(en). Verwandt mit Synchronizität(en).

Qualität der Berliner Justiz?

Nach den jüngsten Erfahrungen unserer Geschäftsführerin: Korrupt, undifferenziert, wenig kompetent, gefährlich. Dünnhäutig, manipulativ, ungerecht, weit entfernt von Recht und Gesetz. Wort- und charakterstarke Persönlichkeiten werden systematisch entrechtet und schikaniert.

Aktuelles Gericht der Schande: Landgericht Tegeler Weg

One of the greatest miracles of our time?

We’re going to be in the Hudson.

Ein manierliches Renteneintrittsalter?

Man wird es halten wie Mörike und mit 39 in Rente gehen.

“Stattdessen zieht es Mörike vor, schönste Gedichte zu schreiben, lesend im Garten zu sitzen, den Wolken bei ihrem aufregenden Tun zuzusehen oder den Gesängen der Dorfkinder zu lauschen. 1843 hat er es endlich geschafft. Im zarten Alter von 39 Jahren wird sein Antrag auf Pensionierung genehmigt.”

Herbstgedicht

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

Juristische Vorbilder?

Johann Schwenn.

“Was wir dann hinterher gehört haben, war von einer Erbärmlichkeit, die ihresgleichen suchte in einem Gerichtssaal.”

“Einer Gutachterin unterstellt er Spekulationen, einen Traumatologen nennt er Scharlatan […]”

“Dann kam es zum Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft, bei der sich ja der Vorsitzende ausdrücklich für diese miserablen Ausführungen noch bedankt hat.”

Über Amerikanische Methoden: “Das ist erst dann erforderlich, wenn man es mit solchen Gegnern zu tun hat. Und Gegner war nicht nur die Staatsanwaltschaft, sondern auch das Gericht. Von Unbefangenheit konnte da keine Rede sein.”

“Verteidiger unterbricht ungestüm Plädoyer des Anklägers […]”

“Jeder bekommt, was er verdient.” 

tbsc, to be steadily continued

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